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Hyundai und SK On starten 5-Milliarden-Dollar-Batteriewerk in Georgia, 35 GWh Kapazität für bis zu 300.000 E-Autos

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

22. Juli 2026·3 Min. Lesezeit
Hyundai und SK On starten 5-Milliarden-Dollar-Batteriewerk in Georgia, 35 GWh Kapazität für bis zu 300.000 E-AutosBild: KI-generiert

Hyundai Motor Group und SK On haben ihr neues Batteriewerk in Georgia in Betrieb genommen. Mit 35 GWh Jahreskapazität soll es langfristig Batteriepacks für bis zu 300.000 E-Autos liefern, direkt für Hyundais und Kias US-Produktion in Georgia.

Hyundai macht Batterieproduktion in den USA startklar, Georgia-Werk läuft an

Hyundai Motor Group und der koreanische Zellhersteller SK On haben ihr gemeinsames Batteriewerk im US-Bundesstaat Georgia offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage in Bartow County ist ein 5 Milliarden Dollar schweres Projekt und soll Batteriepacks für Hyundais wachsende E-Auto-Fertigung in den USA liefern.

Aktuell befindet sich das Werk in einer Frühphase der Produktion. Nach ersten Testläufen im Vormonat soll die Fertigung schrittweise hochgefahren werden.

35 GWh pro Jahr, das ist die Größenordnung

Laut Hyundai ist die geplante Maximalleistung 35 GWh pro Jahr. Das entspricht grob Batterien für bis zu 300.000 Elektroautos jährlich, je nach Akkugröße der Fahrzeuge.

Projekt Hyundai SK Battery Manufacturing America (Joint Venture)
Standort Bartow County, Georgia (USA)
Investitionssumme 5 Milliarden Dollar
Fläche 3,3 Millionen sq ft
Geplante Kapazität 35 GWh pro Jahr
Entspricht bis zu 300.000 EVs pro Jahr (Herstellerangabe)
Geplante Jobs rund 3.500
Erstankündigung 2022

Warum das für E-Autofahrer relevant ist

Mehr lokale Batteriefertigung bedeutet im Idealfall stabilere Lieferketten für Hyundai und Kia in Nordamerika. Wenn Zell- und Packproduktion näher an der Fahrzeugmontage sitzen, sinken Transportaufwand und Abhängigkeiten von Importen.

Für Käufer kann das mittelfristig in bessere Verfügbarkeit, weniger Produktionsstopps und potenziell auch in konstantere Preise übersetzen. Garantiert ist das nicht, aber genau dafür bauen Hersteller solche Industriecluster.

Die Georgia-Strategie, EV-Montage und Batterie direkt nebenan

Hyundais Elektro-Offensive in den USA hängt inzwischen stark an Georgia. In der Nähe von Savannah fertigt das Werk Metaplant America den Hyundai Ioniq 5 sowie den großen Ioniq 9.

Kia produziert parallel in West Point, Georgia, die technisch verwandten Modelle Kia EV6 und Kia EV9. Das neue Batteriewerk soll diese lokale EV-Produktion mit Packs versorgen.

Hochlauf unklar, weil die Nachfrage schwankt

Ob und wie schnell das Werk auf volle Auslastung kommt, ist aktuell offen. In den USA war die EV-Nachfrage zuletzt unruhig, unter anderem weil Kaufanreize wie Steuergutschriften wegfielen und manche Hersteller ihren EV-Fokus wieder stärker Richtung Verbrenner-Trucks verschoben haben.

Hyundai und Kia halten trotzdem Kurs. Das ist ein Signal, dass die Gruppe langfristig auf skalierbare EV-Produktion setzt, auch wenn der Markt kurzfristig Gegenwind hat.

Zweites Batteriewerk in der Region, mit anderem Partner

Zusätzlich betreibt Hyundai in Bartow County noch ein weiteres Joint Venture, diesmal mit LG Energy Solution. Dieses Projekt ist mit 4,3 Milliarden Dollar veranschlagt und war auf 30 GWh Kapazität ausgelegt, ebenfalls für rund 300.000 EVs pro Jahr.

Projekt HL-GA Battery Company (Hyundai und LG Energy Solution)
Standort Bartow County, Georgia (USA)
Investitionssumme 4,3 Milliarden Dollar
Geplante Kapazität 30 GWh pro Jahr
Entspricht rund 300.000 EVs pro Jahr (ursprüngliches Ziel)
Die Message aus Georgia ist klar: Hyundai und Kia bauen nicht nur einzelne Modelle, sondern ein komplettes EV-Ökosystem aus Fahrzeugwerk, Zulieferern und Batteriefertigung.

Einordnung: Nicht nur Hyundai, Georgia wird EV-Hotspot

Georgia entwickelt sich immer stärker zum Magneten für E-Mobilität. Auch Rivian plant dort ein großes Werk, das langfristig zusätzliche Kapazitäten für kommende Modelle bringen soll.

Elektroquatsch-Meinung: Gute Nachricht, auch wenn der Markt gerade zickt

Der spannendste Punkt ist weniger die Startmeldung selbst, sondern die Konsequenz dahinter. 35 GWh sind kein Pilotprojekt, das ist Industrie, und sie steht genau dort, wo Hyundai und Kia ihre E-Autos in den USA zusammenschrauben.

Wenn der Hochlauf gelingt, wird das die Versorgung mit Batteriepacks planbarer machen und damit genau das Problem entschärfen, das Kunden am Ende am stärksten spüren: lange Wartezeiten und schwankende Verfügbarkeit.

Passend zum Thema Plattform und Effizienz lohnt auch unser Überblick zu 800V vs. 400V im E-Auto. Und wer Hyundais nächste Preiskampf-Etage im Blick hat, findet Details zur Hyundai Ioniq 3 Weltpremiere. Für den Kontext, wie stark Batteriechemie und Lieferketten die Zukunft bestimmen, passt außerdem der Deep-Dive zur Natrium-Ionen-Batterie.

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