BMW-Rückruf in den USA: Parken im Freien empfohlen, Problem sitzt am Verbrenner-Starter
BMW ruft in den USA 29.119 Plug-in-Hybridfahrzeuge zurück. Betroffene Halter sollen ihre Autos vorsorglich im Freien parken, weil ein erhöhtes Brandrisiko besteht.
Wichtig für alle, die bei Rückrufen sofort an Batteriebrände denken: Laut den eingereichten Unterlagen liegt die Ursache nicht am Hochvolt-Akku. Der Auslöser sitzt beim Starter des Verbrennungsmotors.
Was genau ist das technische Problem?
Bei bestimmten Startern kann Wasser in das elektrische Relais eindringen. Über Zeit kann das zu Korrosion führen. Das kann die elektrische Verbindung im Relais beeinträchtigen und den Start des Benziners erschweren oder verhindern.
Kritischer Punkt: Korrosion kann auch einen Kurzschluss auslösen, wodurch der Starter überhitzen kann. In Extremfällen ist dadurch ein Brand möglich, sowohl während der Fahrt als auch im Stand, selbst bei ausgeschalteter Zündung.
BMW empfiehlt betroffenen Besitzern, das Fahrzeug vorsorglich draußen zu parken, weil ein Brandrisiko durch Überhitzung des Starter-Bauteils nicht ausgeschlossen werden kann.
Diese Modelle und Baujahre sind betroffen
Der Rückruf betrifft laut Behördenunterlagen folgende PHEV-Modelle (USA):
| Modell | Baujahre (betroffen) | Bauteil/Ursache | Risiko | Abhilfe |
|---|---|---|---|---|
| BMW 330e | 2016 bis 2018 | Starter, Wasser im Relais, Korrosion | Kurzschluss, Überhitzung, möglicher Brand | Tausch des Starters gegen überarbeitete Ausführung |
| BMW 530e | 2018 bis 2020 | Starter, Wasser im Relais, Korrosion | Kurzschluss, Überhitzung, möglicher Brand | Tausch des Starters gegen überarbeitete Ausführung |
| BMW 740Le | 2017 bis 2019 | Starter, Wasser im Relais, Korrosion | Kurzschluss, Überhitzung, möglicher Brand | Tausch des Starters gegen überarbeitete Ausführung |
Was passiert in der Werkstatt und wer zahlt?
BMW tauscht die betroffenen Starter kostenlos gegen eine Variante mit geändertem Design. Wer den Starter bereits auf eigene Rechnung hat ersetzen lassen, soll erstattet werden.
Alltags-Impact: Was bedeutet das für Plug-in-Hybrid-Fahrer?
Der Rückruf ist ein guter Reality-Check: Ein PHEV ist technisch eben zwei Antriebe in einem Auto. Selbst wenn das Hochvolt-System sauber ist, können klassische Verbrenner-Komponenten zum Risiko werden.
Wenn dein Fahrzeug zu den betroffenen Modellreihen gehört, ist die pragmatische Reihenfolge klar: Rückrufstatus prüfen, bis zum Werkstatttermin nach Möglichkeit draußen parken und auffälliges Verhalten wie Startprobleme oder elektrische Auffälligkeiten ernst nehmen.
Einordnung: Rückrufe und Hochvolt, nicht immer ist die Batterie der Schuldige
Dass BMW explizit PHEVs zurückruft, aber nicht wegen des Akkus, zeigt, wie schnell sich die öffentliche Debatte verkürzt. Bei EVs ist oft die Lade- oder HV-Thematik im Fokus, bei PHEVs bleibt die Verbrennerseite ein gleichwertiger Risikofaktor.
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