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BMW ruft rund 29.000 Plug-in-Hybride zurück, Besitzer sollen draußen parken, Ursache ist nicht der HV-Akku

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

21. Juli 2026·2 Min. Lesezeit
BMW ruft rund 29.000 Plug-in-Hybride zurück, Besitzer sollen draußen parken, Ursache ist nicht der HV-AkkuBild: KI-generiert

BMW startet in den USA einen Rückruf für 29.119 Plug-in-Hybride und rät zum Parken im Freien. Das Brandrisiko hängt laut Behördenunterlagen nicht am Hochvolt-Akku, sondern am Starter des Verbrenners, in dessen Relais Wasser eindringen kann.

BMW-Rückruf in den USA: Parken im Freien empfohlen, Problem sitzt am Verbrenner-Starter

BMW ruft in den USA 29.119 Plug-in-Hybridfahrzeuge zurück. Betroffene Halter sollen ihre Autos vorsorglich im Freien parken, weil ein erhöhtes Brandrisiko besteht.

Wichtig für alle, die bei Rückrufen sofort an Batteriebrände denken: Laut den eingereichten Unterlagen liegt die Ursache nicht am Hochvolt-Akku. Der Auslöser sitzt beim Starter des Verbrennungsmotors.

Was genau ist das technische Problem?

Bei bestimmten Startern kann Wasser in das elektrische Relais eindringen. Über Zeit kann das zu Korrosion führen. Das kann die elektrische Verbindung im Relais beeinträchtigen und den Start des Benziners erschweren oder verhindern.

Kritischer Punkt: Korrosion kann auch einen Kurzschluss auslösen, wodurch der Starter überhitzen kann. In Extremfällen ist dadurch ein Brand möglich, sowohl während der Fahrt als auch im Stand, selbst bei ausgeschalteter Zündung.

BMW empfiehlt betroffenen Besitzern, das Fahrzeug vorsorglich draußen zu parken, weil ein Brandrisiko durch Überhitzung des Starter-Bauteils nicht ausgeschlossen werden kann.

Diese Modelle und Baujahre sind betroffen

Der Rückruf betrifft laut Behördenunterlagen folgende PHEV-Modelle (USA):

Modell Baujahre (betroffen) Bauteil/Ursache Risiko Abhilfe
BMW 330e 2016 bis 2018 Starter, Wasser im Relais, Korrosion Kurzschluss, Überhitzung, möglicher Brand Tausch des Starters gegen überarbeitete Ausführung
BMW 530e 2018 bis 2020 Starter, Wasser im Relais, Korrosion Kurzschluss, Überhitzung, möglicher Brand Tausch des Starters gegen überarbeitete Ausführung
BMW 740Le 2017 bis 2019 Starter, Wasser im Relais, Korrosion Kurzschluss, Überhitzung, möglicher Brand Tausch des Starters gegen überarbeitete Ausführung

Was passiert in der Werkstatt und wer zahlt?

BMW tauscht die betroffenen Starter kostenlos gegen eine Variante mit geändertem Design. Wer den Starter bereits auf eigene Rechnung hat ersetzen lassen, soll erstattet werden.

Alltags-Impact: Was bedeutet das für Plug-in-Hybrid-Fahrer?

Der Rückruf ist ein guter Reality-Check: Ein PHEV ist technisch eben zwei Antriebe in einem Auto. Selbst wenn das Hochvolt-System sauber ist, können klassische Verbrenner-Komponenten zum Risiko werden.

Wenn dein Fahrzeug zu den betroffenen Modellreihen gehört, ist die pragmatische Reihenfolge klar: Rückrufstatus prüfen, bis zum Werkstatttermin nach Möglichkeit draußen parken und auffälliges Verhalten wie Startprobleme oder elektrische Auffälligkeiten ernst nehmen.

Einordnung: Rückrufe und Hochvolt, nicht immer ist die Batterie der Schuldige

Dass BMW explizit PHEVs zurückruft, aber nicht wegen des Akkus, zeigt, wie schnell sich die öffentliche Debatte verkürzt. Bei EVs ist oft die Lade- oder HV-Thematik im Fokus, bei PHEVs bleibt die Verbrennerseite ein gleichwertiger Risikofaktor.

Wenn dich das Thema Schnellladen und Plattform-Architekturen generell interessiert, lies auch unseren Vergleich 800V vs. 400V. Und für den Blick auf die BMW-Zukunft passt unser Artikel zum BMW iX1 2027 mit Neue-Klasse-Technik sowie zur Strategie rund um BMW i3 Touring (Neue Klasse).

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