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LadeinfrastrukturSmartNeuerscheinungen Elektroautos

Smart #1 vor Generationswechsel: 800-Volt-Plattform soll Laden in 12 Minuten ermöglichen

Constantin Hoffmann
Constantin Hoffmann
27. Juli 2026·3 Min. Lesezeit
Smart #1 vor Generationswechsel: 800-Volt-Plattform soll Laden in 12 Minuten ermöglichenBild: Smart

Smart bringt offenbar eine neue #1-Generation mit großem Technik-Upgrade. Im Fokus stehen eine 800-Volt-Plattform, extrem schnelles DC-Laden und ein modernisiertes Cockpit samt neuen Assistenzsystemen.

Neue Smart #1 Generation, 800 Volt und ein echtes Ladezeit-Upgrade

Smart steht offenbar vor dem nächsten Schritt beim Smart #1. Nach dem Comeback als kompaktes Elektro-SUV soll nun eine neue Generation kommen, mit spürbar mehr Reife bei Technik, Bedienung und E-Architektur.

Der größte Punkt für E-Autofahrer im Alltag ist die Plattform: Im Raum steht ein Wechsel auf 800 Volt. Damit soll Schnellladen in nur 12 Minuten möglich sein. Für die Praxis heißt das, kurze Stopps könnten sich wie klassisches Tanken anfühlen, vorausgesetzt du stehst an einem passenden HPC-Lader.

Was bedeutet 800 Volt beim Laden konkret?

800 Volt bedeutet nicht automatisch immer 12 Minuten, aber es schafft die technischen Voraussetzungen für hohe Ladeleistung bei geringeren Strömen. Das kann die Wärmebelastung senken und hohe Ladeleistung stabiler halten, wenn Akku, Software und Ladestation mitspielen.

Genannt wird zudem eine Lade-Rate von 6C. Das deutet auf ein sehr aggressives Schnellladeprofil hin, das besonders bei mittelgroßen Akkus stark wirkt, weil du in kurzer Zeit wieder viele Kilometer nachlädst.

Im Kern ist das ein Richtungswechsel: In der Kompaktklasse zählt nicht nur Reichweite, sondern immer mehr die Kombination aus Reichweite und kurzer Ladezeit.

Über 200 Verbesserungen, neues Cockpit und mehr Assistenten

Smart spricht von über 200 einzelnen Verbesserungen für den neuen #1. Erwartet werden Updates für Elektrik und Elektronik sowie für die Nutzeroberfläche.

Für den Innenraum sind unter anderem ein neuer Bildschirm sowie ein Head-up-Display im Gespräch. Dazu sollen auch Assistenzsysteme nachgelegt werden, was beim aktuellen Modelljahr für viele Käufer ein entscheidender Komfortpunkt ist.

Lidar in China, Europa wahrscheinlich ohne Dach-Sensor

In China setzt Smart beim #1 offenbar auch auf Lidar als sichtbaren Sensor auf dem Dach. Für Europa gilt das aktuell als unwahrscheinlich, hier dürften eher Kamera- und Radar-Lösungen im Fokus stehen.

Stattdessen dürfte Smart in Deutschland stärker über Materialanmutung, Ausstattung und ein insgesamt hochwertigeres Interieur argumentieren.

Abmessungen bleiben europatauglich

Mit rund 4,27 m Länge bleibt der Smart #1 in einer Größe, die in Europa gut funktioniert. Das ist relevant, weil genau in dieser Klasse viele Käufer Alltagstauglichkeit, Stadtfreundlichkeit und Langstreckenfähigkeit unter einen Hut bringen wollen.

Einordnung, 800 Volt kommt in der Kompaktklasse an

Der Wechsel auf 800 Volt in diesem Segment passt zum Trend, dass immer mehr Hersteller die Technik nach unten skalieren. Der Effekt ist simpel: Wenn der Akku nicht riesig ist, kann schnelles Laden die Reichweiten-Nachteile im Alltag oft besser kompensieren als noch mehr kWh.

Zum Architektur-Thema haben wir auch einen eigenen Deep-Dive, 800V vs. 400V, welche E-Auto-Architektur du 2026 wirklich brauchst. Und wie sehr Effizienz und Reichweite parallel nach vorn gehen können, zeigt der Audi A6 Sportback e-tron mit bis zu 777 km WLTP.

Technische Daten, das ist bislang bekannt

Merkmal Angabe zur neuen Smart #1 Generation (Gerüchte/Infos)
Plattformspannung 800 Volt
DC-Schnellladen bis zu 12 Minuten (genauer Ladekorridor nicht genannt)
Lade-Rate 6C (Hinweis auf sehr schnelles Laden)
Innenraum neuer Bildschirm, HUD
Assistenzsysteme überarbeitet, Details offen
Umfang Updates 200+ Verbesserungen
Länge 4,27 m
Lidar in China sichtbar, Europa eher unwahrscheinlich

Elektroquatsch-Meinung: Der #1 könnte vom Lifestyle-SUV zum Langstrecken-Hit werden

Der Smart #1 hat als erstes Modell der neuen Ära vieles richtig gemacht, wirkte aber in Details noch wie ein Erstling. Wenn Smart die versprochenen Verbesserungen wirklich liefert und die 800-Volt-Technik nicht nur auf dem Papier steht, wird das Modell für Fahrer spannender, die regelmäßig Langstrecke fahren und keine Lust auf lange Ladepausen haben.

Entscheidend sind am Ende die fehlenden Zahlen: Akku-Größe, Ladeleistung in kW, Ladekurve und Preise. Erst damit lässt sich bewerten, ob die 12 Minuten ein Marketing-Bestwert sind oder ein echter neuer Standard in der Klasse.

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