Neue Basis für den Cupra Raval: 99 kW und 37 kWh ab 29.850 Euro
Cupra schiebt beim Raval eine neue Konfiguration nach: Plus mit 99 kW und dem 37-kWh-LFP-Akku. Preislich geht es damit bei 29.850 Euro los, die Variante taucht bereits in der aktuellen Preisliste auf.
Für Käufer in Deutschland ist das mehr als nur eine neue Zeile im Konfigurator: Wer den Raval als City- und Pendlerauto sucht, bekommt jetzt eine günstigere, effizientere Einstiegskombi mit klar definierten Ladezeiten. Gleichzeitig bleibt die stärkere 52-kWh-Version für Langstrecke und Vielfahrer im Programm.
Preise, Versionen, Technik: die wichtigsten Daten im Überblick
Zum Start waren vor allem gut ausgestattete Launch-Editionen im Fokus. Jetzt sind die regulären Serienversionen da und die Preisspreizung wird deutlich. Eine noch günstigere 85-kW-Basis ist laut Konfigurator erst ab September vorgesehen.
| Variante | Antrieb | Akku (netto) | Preis |
|---|---|---|---|
| Cupra Raval | FWD 85 kW | 37 kWh LFP | (25.950 Euro, ab September) |
| Cupra Raval Plus | FWD 99 kW | 37 kWh LFP | 29.850 Euro |
| Cupra Raval Endurance | FWD 155 kW | 52 kWh NMC | 34.790 Euro |
| Cupra Raval VZ | FWD 166 kW | 52 kWh NMC | 39.990 Euro |
Fahrleistungen, Verbrauch und Laden
Die 99-kW-Version ist klar als Alltags-Setup positioniert. Interessant wird es beim Laden: Mit dem kleinen LFP-Pack geht es trotzdem auf bis zu 88 kW DC, die langsamere DC-Stufe betrifft erst die spätere 50-kW-Variante.
| Variante | Leistung | 0-100 km/h | Vmax | WLTP-Verbrauch | WLTP-Reichweite | Laden AC/DC | DC 10-80 % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Plus | 99 kW, 264 Nm | 9,5 s | 160 km/h | 13,8-15,8 kWh | 305-328 km | 11 / 88 kW | 23 min |
| Endurance | 155 kW, 290 Nm | 7,1 s | 160 km/h | 13,6-14,8 kWh | 413-445 km | 11 / 105 kW | 24 min |
| VZ | 166 kW, 290 Nm | 6,8 s | 175 km/h | 13,8-16,2 kWh | 379-440 km | 11 / 105 kW | 24 min |
Für die Praxis bedeutet das: 23 Minuten von 10 auf 80 % sind in dieser Klasse absolut konkurrenzfähig. Und mit realistisch rund 250 km bis 300 km Autobahn und Mixbetrieb ist die 37-kWh-Version vor allem für Pendler und Stadtbewohner interessant, die zuhause oder am Arbeitsplatz laden.
Was steckt technisch drin: MEB+, APP290 und LFP oder NMC
Der Raval basiert auf dem MEB+ und kommt konsequent mit Frontantrieb. Als E-Motor arbeitet der VW APP290 zusammen mit einem Siliciumcarbid-Inverter, ein Setup, das auf Effizienz und kompakte Bauweise zielt.
Der APP290 setzt auf einen Siliciumcarbid-Inverter, das senkt Verluste und hilft bei Effizienz und Thermik, vor allem bei häufigem Stop-and-Go.
Beim Akku setzt Cupra auf die Einheitszellen im Konzernformat, wahlweise als LFP oder NMC. Dazu kommt ein Cell-to-Pack-Ansatz ohne klassische Module, das spart Bauraum und Gewicht.
Ausstattung: Plus ist nicht nackt, VZ ist das Technik- und Sportpaket
Die neue 99-kW-Version kommt als Raval Plus und wirkt nicht wie ein Sparmodell. Serienmäßig sind unter anderem 18-Zoll-Felgen, LED-Licht, Klimaautomatik, Ambientelicht, Parksensoren hinten sowie ACC, Spurhalteassistent und Totwinkelwarner an Bord.
Der Endurance legt vor allem bei Bedienung und Fahrprofil nach, mit Lenkradwippen für Rekuperation sowie dem Mode Selector am Lenkrad.
Der VZ ist das volle Programm, inklusive DCC, elektronischem Sperrdifferenzial, ESP-Off-Modus, e-Launch-Funktion, Schalensitzen sowie Extras wie induktivem Laden, Keyless, Rückfahrkamera und V2L-Vorbereitung.
Optionen, die im Alltag wirklich zählen
Wichtig: Sitzheizung und Lenkradheizung sind nicht grundsätzlich Serie. Das Winterpaket (350 Euro) dürfte für viele Pflicht werden. Eine Wärmepumpe (950 Euro) kann sich je nach Fahrprofil im Winter auszahlen. Panoramadach und Anhängervorrichtung liegen jeweils bei 650 Euro.
Spannend ist außerdem das Drive Pack mit Travel Assist, der auch auf rote Ampeln sowie Stop- und Vorfahrt-gewähren-Situationen reagieren kann. Plug and Charge soll unterstützt werden, auch wenn es nicht explizit in der Preisliste steht.
Karosserie und Platz: Kleinwagen außen, überraschend groß im Kofferraum
Mit 4,05 m Länge ist der Raval klassisch Kleinwagen, fällt aber mit 1,52 m Höhe relativ hoch aus. Der echte Treffer ist der Kofferraum: 441 bis 1.344 Liter sind in dieser Klasse ein Statement.
| Modell | Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | Frunk |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Cupra Raval | 4.046 mm | 1.784 mm | 1.518 mm | 2.600 mm | 441-1.344 l | nein |
| Cupra Born | 4.324 mm | 1.809 mm | 1.540 mm | 2.766 mm | 385-1.267 l | nein |
Der Trick dahinter ist pragmatisch: Frontantrieb hilft beim Packaging, dazu kommt eine Verbundlenker-Hinterachse. Es gibt außerdem ein tiefes Zusatzfach unter dem Ladeboden, praktisch für Ladekabel, Einkauf oder nasse Sachen.
Interieur und Software: größeres Fahrerdisplay, Android und echte Lenkradtasten
Im Cockpit setzt Cupra auf ein 10,25-Zoll-Instrumentendisplay sowie einen 12,9-Zoll-Touchscreen. Positiv: Am Lenkrad sind physische Tasten vorgesehen, kein reines Touch-Gewische.
Neu bei Cupra ist ein Android-Betriebssystem mit App-Store, zum Beispiel für Streaming-Apps. Die Navigation läuft allerdings über Cupra-eigene Software.
Elektroquatsch-Impact: Für wen ist die 99-kW-Version die richtige?
Die neue Plus-Variante ist die, auf die viele gewartet haben: unter 30.000 Euro, solides Tempo und schnelles DC-Laden, ohne gleich den großen Akku bezahlen zu müssen. Für Stadt, Umland und tägliche Pendelstrecken ist das eine sehr stimmige Kombination, vor allem wenn du regelmäßig laden kannst.
Wenn du dagegen häufig Langstrecke fährst oder im Winter ohne Heimlademöglichkeit unterwegs bist, bleibt die 52-kWh-Version die stressfreiere Wahl, weil Reichweitenpuffer und DC-Leistung in der Praxis mehr Flexibilität liefern.
Passende Einordnung bei Elektroquatsch
Der Raval teilt sich wesentliche Technik mit dem neuen VW-Kleinwagen, mehr dazu im Artikel zum VW ID. Polo Trend.
Wer wissen will, was der APP290 für den Konzern bedeutet, findet Details in unserem Hintergrund zu VW Elektroantrieben und dem APP290.
Und falls du gerade generell auf Lade- und Tarifdschungel schaust: Unser Ladeanbieter-Vergleich 2026 hilft beim Rechnen im Alltag.
Technisch spannend ist auch der Architektur-Vergleich, gerade wenn du Ladeleistung richtig einordnen willst: 800V vs. 400V.


