Ferrari versteigert das allererste Serien-Elektroauto, „Chassis 0“ geht in Monterey an den Höchstbietenden
Ferrari macht den Start seines ersten Serien-Elektroautos zum Sammler-Event. Bei der Monterey Car Week im August soll die erste Produktions-VIN des Ferrari Luce versteigert werden, intern als Chassis 0 geführt.
Erwartet wird ein Zuschlag von rund 1,1 Mio. US-Dollar. Der Erlös soll an die Ferrari Foundation gehen.
Was „Chassis 0“ so besonders macht: Tailor Made, Design Studio und ein klares Thema
Das Auktionsauto ist kein Luce von der Stange. Ferrari hat es über das hauseigene Tailor Made-Programm gemeinsam mit dem Ferrari Design Studio als One-off aufgebaut.
Leitmotiv ist „Light“, also Licht. Dazu gibt es eine spezielle Lackierung namens Madreperla Semi-Gloss, die je nach Lichtwinkel die Flächenwirkung verändern soll.
Exterieur- und Interieur-Details
Zum Paket gehören eigene Felgen, individuelle Bremssättel sowie ein Emblem auf optisch weißem Hintergrund. Innen setzt Ferrari auf Le Mans metallic-Leder (Tailor-Made-exklusiv) und Grigio Corvara-Akzente.
On top bekommt Chassis 0 eine eigene Plakette, damit das Auto auch dann noch identifizierbar bleibt, wenn später mehr Luce auf den Straßen unterwegs sind.
Preis und Auktion: Warum 1,1 Mio. Dollar plausibel wirken
Der Luce soll bereits regulär bei 640.000 US-Dollar liegen, sofern man überhaupt einen Slot bekommt. Als erstes Serien-EV von Ferrari und zugleich erstes Exemplar der Baureihe ist ein deutlicher Sammler-Aufschlag naheliegend.
| Fakt | Wert |
|---|---|
| Modell | Ferrari Luce |
| Auktionsfahrzeug | Chassis 0 (erste Produktions-VIN) |
| Event | Monterey Car Week (August) |
| Basispreis (angenommen) | 640.000 US-Dollar |
| Erwarteter Auktionserlös | ca. 1,1 Mio. US-Dollar |
| Verwendung des Erlöses | Spende an die Ferrari Foundation |
Real-World-Impact: Was diese Auktion E-Autofahrern wirklich sagt
Für den Alltag ist Chassis 0 natürlich komplett irrelevanter als ein neues Schnelllade-Feature oder ein besserer Verbrauch. Trotzdem ist die Auktion ein Signal: Ferrari behandelt das erste eigene BEV nicht als Pflichtübung, sondern als Marken-Meilenstein, der über Exklusivität und Personalisierung verkauft wird.
Spannend ist auch der Blick nach vorn: Ferrari will, dass der Luce langfristig 20% des Jahresabsatzes ausmacht. Das heißt, das Auto soll vom Sammler-Stück zur wiederkehrenden Sichtung werden, und zwar nicht nur in Garagen, sondern potenziell auch auf der Straße.
Elektroquatsch-Meinung: Viel Theater, aber ein klarer Fingerzeig für Premium-EVs
Die Versteigerung der ersten Seriennummer ist Marketing mit Ansage, aber sie macht zwei Dinge klar. Erstens, Exklusivität bleibt bei Ferrari das Produkt, selbst wenn der Antrieb wechselt. Zweitens, Personalisierung ab Werk wird im Luxus-EV-Segment noch wichtiger, weil sich viele Elektroautos technisch stärker angleichen als früher.
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