BMW erhöht E-Motoren-Ausstoß in Steyr deutlich
BMW dreht beim Hochlauf der „Neuen Klasse“ an einem zentralen Hebel: der Antriebsfertigung. Im österreichischen Werk Steyr läuft die Produktion der Gen6-Elektromotoren seit der ersten Juliwoche im Zwei-Schicht-Betrieb.
Dadurch steigt die Kapazität laut BMW auf über 4.000 E-Antriebe pro Woche. Für Kunden ist das vor allem ein Signal, dass BMW die Lieferfähigkeit für kommende Volumenmodelle absichern will.
Warum das für iX3 und i3 entscheidend ist
Die zusätzliche Kapazität ist Teil des Serien-Hochlaufs für die kommenden Elektroautos der Neuen Klasse. Den Auftakt macht der neue BMW iX3 (als elektrische Variante des X3) mit einer neuen Batterie-Generation.
Als zweites Neue-Klasse-Modell ist für Ende des Jahres der Produktionsstart des elektrischen BMW i3 (3er) am Standort München geplant. Mehr Motoren aus Steyr bedeuten, dass BMW diese Programme weniger über Engpässe bei Kernkomponenten ausbremst.
Wer tiefer in die Modell-Roadmap eintauchen will, findet bei uns bereits Details zum BMW i3 Touring (Neue Klasse) mit Langstrecken-Fokus sowie zum BMW iX1 2027 mit Neue-Klasse-Technik.
8500 Motoren seit August 2025, Ziel: weit über 100.000 in 2026
Seit dem Serienstart am 1. August 2025 wurden in Steyr bereits 8.500 E-Motoren gebaut. BMW plant, die Jahresproduktion im laufenden Jahr auf weit über 100.000 Einheiten zu steigern.
In Steyr entstehen Elektromotoren der 6. Generation (Gen6) in unterschiedlichen Varianten. Die Basis ist ein flexibles Baukastensystem, das verschiedene Antriebskonzepte abdecken soll.
Zweite Linie läuft, Rotor und Stator ebenfalls im Zwei-Schicht-Modus
Parallel zur zweiten Schicht auf einer Montagelinie ist seit April eine zweite Produktionslinie für E-Antriebe im Serienbetrieb. Außerdem wurde im ersten Halbjahr der Zwei-Schicht-Betrieb auch in der Rotor- und Stator-Fertigung gestartet.
BMW betont dabei die hohe Fertigungstiefe in Steyr: Rotor und Stator werden vor Ort produziert und direkt in die Endmontage der E-Antriebe eingespeist. Das reduziert Abhängigkeiten in der Lieferkette, was sich in der Praxis oft in stabileren Produktionsplänen niederschlägt.
„Der Start der zweiten Schicht ist ein wichtiger Meilenstein für unser Werk. Wir setzen unseren Hochlauf konsequent fort.“
Was E-Autofahrer davon im Alltag haben
Mehr Motorenkapazität klingt trocken, hat aber handfeste Effekte. Wenn ein Hersteller Antriebe skalieren kann, sinkt das Risiko, dass neue Modelle monatelang nur in kleinen Stückzahlen verfügbar sind. Das kann Lieferzeiten stabilisieren und mittelfristig auch den Preisdruck im Markt erhöhen, weil Stückzahlen steigen.
Für die Neue Klasse ist das besonders wichtig, weil BMW hier nicht nur einzelne Nischenmodelle plant, sondern eine neue Generation, die in höheren Volumina laufen muss. Zum Kontext passt auch unser Blick auf gebrauchte E-Autos 2026 und die Preisentwicklung, denn ein höherer Neuwagen-Output beeinflusst später auch den Gebrauchtmarkt.
Technische Eckdaten aus der Antriebs-News
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Standort | BMW Werk Steyr, Österreich |
| Schichtmodell | Zwei-Schicht-Betrieb (seit erster Juliwoche) |
| Kapazität | > 4.000 E-Antriebe pro Woche |
| Produktionsstart Serie | 1. August 2025 |
| Bisherige Stückzahl (seit Start) | 8.500 E-Motoren |
| Ziel Jahresproduktion (laufendes Jahr) | weit über 100.000 Einheiten |
| Motor-Generation | Gen6 |
| Weitere Kapazitätsmaßnahme | Zweite Produktionslinie im Serienbetrieb (seit April) |
| Kernkomponenten | Rotor und Stator in Steyr gefertigt, direkt in Endmontage |
Elektroquatsch-Meinung: Das ist der unspektakuläre Teil, der alles entscheidet
Neue Plattform, neue Batterie, neue Software, das sind die großen Headlines. Aber ohne skalierbare Antriebsfertigung bleibt jede „Neue Klasse“ am Ende ein Ankündigungs-Produkt. Steyr wirkt aktuell wie das Gegenstück zu dieser Gefahr: mehr Schichten, mehr Linien, mehr Tiefe in der Fertigung.
Für Käufer heißt das: Die Chancen steigen, dass iX3 und i3 nicht nur technisch spannend werden, sondern auch in Stückzahlen wirklich auf der Straße ankommen.



