Škoda verkauft stark, aber die Top 5 sind noch Verbrenner-Revier
Škoda legt im ersten Halbjahr 2026 insgesamt überzeugende Modellzahlen hin. In der internen Top-5-Liste stehen aber weiterhin vier Verbrenner ganz vorn. Erst danach folgt mit dem Škoda Elroq der erste vollelektrische Vertreter.
Spannend für E-Auto-Fans: Der Elroq ist schon so nah dran, dass der Sprung nach vorn greifbar wirkt. Der Abstand zu Fabia und Kamiq liegt unter 10%.
Elroq und Enyaq wachsen, Octavia bleibt die Macht
Der Blick auf die Stückzahlen zeigt zwei Dinge gleichzeitig. Der Octavia bleibt der klare Bestseller, und zwar mit großem Abstand. Und: Die E-Modelle ziehen sichtbar an, Elroq mit besonders starkem Plus.
| Modell | Verkäufe H1 2026 | Veränderung |
|---|---|---|
| Škoda Octavia | 96.500 | -1,0% |
| Škoda Kodiaq | 74.600 | +15,2% |
| Škoda Kamiq | 65.400 | +1,9% |
| Škoda Fabia | 61.900 | +2,5% |
| Škoda Elroq | 59.900 | +74,8% |
| Škoda Karoq | 49.800 | -4,5% |
| Škoda Enyaq | 48.300 | +24,7% |
| Škoda Superb | 35.300 | -3,5% |
| Škoda Scala | 27.100 | -0,4% |
| Škoda Kylaq | 22.300 | +10,9% |
| Škoda Kushaq | 7.800 | +13,7% |
| Škoda Slavia | 6.800 | +0,2% |
Was bedeutet das für dich als E-Autofahrer?
Für den Alltag ist die Message eindeutig: Škoda elektrifiziert spürbar, aber der Massenmarkt hängt noch am Verbrenner-Portfolio. Gleichzeitig zeigt der Elroq, dass ein E-SUV bei Škoda nicht mehr nur ein Nischenprodukt ist.
Wenn du mit einem Škoda-Stromer liebäugelst, ist das positiv für Service, Verfügbarkeit und Wiederverkauf. Je höher die Stückzahlen, desto schneller wird das Modell im Markt "normal".
E-Octavia: Aus Sicht des Markts ein riesiges Vakuum
Der Octavia verkauft sich in sechs Monaten über 96.000 Mal. Genau deshalb wirkt es wie eine verpasste Chance, dass es noch keinen elektrischen Octavia gibt.
Ein elektrischer Octavia hätte bei Škoda das Potenzial, sofort ein Volumenmodell zu werden, schlicht weil der Name schon heute die Kundschaft mitbringt.
Laut aktuellem Ausblick dürfte ein E-Octavia aber erst gegen 2030 realistisch sein. Erwartet wird er dann auf der SSP-Plattform, zudem ist von 800 Volt die Rede. Das heißt für Käufer: Wer heute einen Octavia-Formfaktor elektrisch will, muss sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich außerhalb der Škoda-Palette umsehen.
Neuer Epiq: Klein, praktisch und womöglich der nächste Bestseller
Zusätzlichen Druck Richtung Elektro könnte der kommende Škoda Epiq machen. Er spielt größenmäßig im Bereich des Fabia, soll aber beim Nutzwert überraschen.
Ein konkreter Praxis-Hebel ist der Kofferraum: 475 Liter Gepäckvolumen werden genannt, und damit sogar mehr als beim Kamiq. Wenn Preis und Reichweite passen, könnte der Epiq schneller in die Top 5 rutschen als der größere Elroq.
Elektroquatsch-Meinung: Škoda braucht sein elektrisches Brot-und-Butter-Auto früher
Elroq und Enyaq zeigen, dass der E-Anteil bei Škoda gesund wächst. Der echte Durchbruch kommt aber erst, wenn das "Volksmodell" der Marke elektrifiziert wird. Und das ist nun mal der Octavia.
Bis dahin dürften bei Škoda vor allem E-SUVs die Musik machen. Wer kompakt, effizient und familientauglich sucht, sollte den Epiq im Auge behalten, und parallel lohnt sich auch ein Blick in unsere Einordnung zum Škoda Epiq 2026 Daten und Preise Check sowie auf den Bestellstart von Škoda Elroq und Enyaq (Modelljahr 2027).
Wenn du eher nach Reichweiten-Maximierung schaust: Unser Reichweiten-Ranking 2026 zeigt, wie weit die Spitze inzwischen ist. Und technisch interessant bleibt auch, warum 800V vs. 400V beim Laden im Alltag einen Unterschied machen kann.



