Heute dreht sich viel um Tesla und knallharte Markt-Realitäten: In Skandinavien hat Norwegen im Mai mit 97,8 Prozent E-Auto-Quote den Verbrenner praktisch aus dem Showroom gedrängt – und natürlich steht wieder das Model Y ganz oben auf der Liste. Parallel meldet Tesla in China einen Rekordmonat mit knapp 86.000 Auslieferungen, befeuert durch neue Finanzierungsmodelle und flankiert von den nächsten Schritten Richtung Autonomie-Start. Auch hierzulande stellt Tesla die Weichen: Mit dem Ausbau von Giga Berlin auf 18 GWh Zellproduktion will man unabhängiger werden und zugleich die Fabrik für kommende Modelle wie Semi oder Cybercab „bereit machen“. Und beim Thema Software liefert Tesla ebenfalls nach: Update 2026.20 bringt verschlüsselte Dashcam-Videos plus Web-Viewer im Browser – praktisch, weil die Entschlüsselung lokal läuft und nichts in die Cloud muss.
Während China als Markt immer mehr zum Nadelöhr wird, warnt Nio-Chef William Li vor einem brutalen Stau und dauerhaftem Verdrängungswettbewerb und will mit deutlich mehr KI-Budget die Profitabilität erzwingen. Einen ziemlich spektakulären Akzent setzt dagegen BYD, indem der Konzern in China bei Nutzung seines NOA-Assistenten die volle Haftung für Unfälle übernehmen will – inklusive Ansage mit eigenem 4‑nm-Chip und brachialer Rechenleistung.
In Europa geht’s derweil ums Absichern der Lieferketten und ums Preis-Tempo: MG/SAIC plant ein Montagewerk in Spanien, klar auch als Antwort auf EU-Strafzölle und mit Blick auf kürzere Wege zum Kunden. Und bei Mercedes wird’s für viele Interessenten endlich greifbarer, weil der GLC EQ mit neuen Einstiegsversionen günstiger werden soll – technisch bleibt’s dabei ziemlich bissig mit 800 Volt, bis zu 320 kW Laden und über 600 Kilometer Reichweite je nach Variante.
Aus der Luxus-Ecke kommen gleich mehrere Aufreger und Updates: der Rolls-Royce Spectre Series II legt bei Reichweite und Leistung (Black Badge bis 680 PS) nach, bleibt aber bei 400 Volt – dafür gibt’s drinnen maximalen Edel-Faktor bis hin zu Bambus-Textilien. Bentley kontert klassisch britisch mit Evolutions-Drama an der Front: Der Flying Spur 2027 bricht mit den Doppelscheinwerfern und kommt als V8-Plug-in-Hybrid. Und dann ist da noch Ferrari mit dem Elektro-Paukenschlag: Der Ferrari Luce wird im Netz teils zerlegt, soll aber trotzdem bis Ende 2027 volle Auftragsbücher haben – offenbar ist die Sammlerschaft deutlich weniger empfindlich als die Kommentarspalten.