Zum Start gibt’s was auf die Ohren: In Folge #73 unseres Podcasts wühlen sich Nico und Consti durch den nächsten Autonomie-Schub bei Tesla – von FSD-Fortschritten in Europa über erste Sicherheitsdaten bis hin zu neuen Robotaxi-Plänen und der Frage, wie schnell das Ganze wirklich skaliert.
Bei Tesla bleibt’s heute sowieso spannend: Mit Belgien als nächstem Land mit offizieller FSD-Freigabe dreht der Zulassungsturbo weiter hoch und erhöht den Druck auf Brüssel. Parallel zeigt Tesla auch operativ Muskeln: Die China-Auslieferungen springen im Mai um 82 Prozent, nachdem der April eher nach Logistik als nach Nachfrageproblem aussah. Und wer beim Thema Haltbarkeit noch skeptisch ist, bekommt Zahlenfutter: Eine US-Langzeit-Auswertung sieht Tesla im Premiumfeld weit vorne, wenn’s um 400.000 Kilometer geht – teils vor klassischen Platzhirschen wie BMW, Mercedes und Porsche.
Währenddessen spielt Mercedes die Effizienz- und Power-Karte: Mit dem Start der Axial-Fluss-Motor-Großserie in Berlin-Marienfelde bringt der Hersteller seine extrem kompakten E-Maschinen in industrielle Taktung – inklusive KI- und Laser-Hightech in der Montage – und lässt sie direkt im neuen AMG GT 4-Türer mit brachialer Systemleistung antreten.
Der Blick auf den Markt liefert heute gleich mehrere Reizthemen: Im Mai explodieren die E-Auto-Zulassungen im Privatmarkt um 39 Prozent, befeuert von der neuen einkommensabhängigen Förderung und gleichzeitig steigenden Spritpreisen – während es bei Verbrennern deutlich bergab geht und das Transporter-Gewerbesegment durch Unsicherheit eher auf die Bremse tritt. Politisch wird’s ebenfalls: VW-Chef Blume fordert mit fairen Regeln gegen China-Hybride eine härtere europäische Linie, weil günstige Teilzeitstromer trotz E-Auto-Zöllen in den Markt drücken – VW kontert mit einer Kleinwagen-Offensive, um CO₂-Strafen zu vermeiden. Und energiepolitisch kommt ein Warnschuss aus der Forschung: Laut Fraunhofer-Analyse würde ein langsamerer E-Auto-Hochlauf das Stromsystem ausgerechnet teurer und fossil-lastiger machen – mehr Gaskraftwerke, weniger Speicherpotenzial und Gegenwind für Solar- sowie Batterieindustrie.
International wird’s derweil richtig bunt: Mexiko will mit dem Olinia 1 als 4.000–7.000-Euro-Mikro-E-Auto den urbanen Massenmarkt aufrollen und setzt damit auch ein politisches Zeichen nach dem eingefrorenen Tesla-Gigafactory-Thema. Und BYD feuert gleich aus zwei Rohren: Mit dem Denza Z und 1.604 PS wird das Hypercar-Segment angegriffen – inklusive Blick Richtung deutsches Händlernetz.
Zum Schluss noch Video-Nachschub von Nico: Im neuesten Clip checkt er den BYD Dolphin G DM-i in Berlin – ein Superhybrid für die Kompaktklasse, der mit bis zu 105 km elektrisch und über 1.000 km kombiniert ziemlich offensiv bei den etablierten Marken wildert.