Bei Tesla war heute einiges los: In den Niederlanden ist das Model Y das meistverkaufte Auto – ein ziemlich klares Zeichen, dass Elektro dort endgültig im Alltag angekommen ist, mit spürbaren Folgen für Preise, Verfügbarkeit und natürlich die Ladeinfrastruktur. Parallel schiebt Tesla bei Software und Services nach: Mit FSD v14 Lite startet erstmals ein internationaler Rollout, ausgerechnet in Südkorea und zunächst für ältere HW3-Fahrzeuge im Early-Access-Programm. Und wer Tesla lieber „Probe-fährt“, bekommt jetzt mehr Gelegenheiten: Tesla baut seinen eigenen Mietwagen-Service in vier weitere US-Bundesstaaten aus – mit Fixpreis, Gratis-Supercharging und FSD inklusive. Abgerundet wird das Tesla-Paket durch den frisch veröffentlichten Impact Report 2025 mit CO2-Bilanz, Recycling-Updates und Wasser-Einsparungen in Grünheide, plus ein bisschen Zukunftsmusik rund um Effizienz, FSD und Cybercab.
Technik-Fans bekamen heute vor allem ein Thema serviert: schneller laden, weiter kommen. Der Zeekr 7GT knackt in der 1.000-km-Challenge die Bestzeit – dank 800-Volt-Setup, bis zu 420 kW Ladeleistung und 100-kWh-Akku, auch wenn nicht alles softwareseitig schon ganz rund wirkt. BYD legt derweil maximal dick auf: Mit Denzas E-Supercar „Z“ stehen 1.582 PS und die Ansage von 1,5 MW Ladeleistung im Raum – 10 bis 97 Prozent in 9 Minuten, Europa ist bestätigt, Preise fehlen aber noch. Und aus Affalterbach kommt ebenfalls Hochvolt-Hardware: Der Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+ als Elektro-CLA setzt auf drei Axial-Fluss-Motoren, 800V-Technik und bis zu 330 kW DC-Laden.
Bei den „klassischen“ Herstellern ging’s heute stark um Zahlen und Machtverschiebungen: Während Toyota in den USA bei E-Autos richtig zulegt und mit +136% mehrere Rivalen wie VW, Ford und Nissan überholt, sieht es bei Audi düster aus – nur 1.730 EV-Verkäufe im ersten Halbjahr, selbst der Q6 e-tron kommt nicht in Fahrt. Umso spannender: Produktseitig liefert Audi nach, denn der A6 Sportback e-tron (2026) wird effizienter und schafft bis zu 777 km WLTP, inklusive 800-Volt-Laden und hoher Anhängelast.
Politisch-wirtschaftlich knisterte es ebenfalls: In Wolfsburg hat der VW-Aufsichtsrat Blumes Umbauplan vorerst gestoppt – Arbeitnehmerseite und Niedersachsen bremsen, konkrete Werk- oder Stellenentscheidungen bleiben erstmal vertagt. Und in Frankreich könnte es zu einem echten Paukenschlag kommen, denn BYD soll Interesse an Renault signalisiert haben – eine mögliche Beteiligung wäre für Europas E-Auto-Markt hochbrisant, auch wenn Renault offenbar abgewunken hat.