Bei Tesla war heute ordentlich Bewegung: In Q2 überrascht der Hersteller mit über 480.000 Auslieferungen und liegt damit klar über den Erwartungen – Europa schiebt, während die USA nach gestrichenen Förderungen bremsen und China leicht nachgibt. Passend dazu geht’s an der Zahlenfront weiter mit dem Analysten-Konsens vor den Q2-Zahlen: Umsatz und Gewinn sind das eine, richtig spannend wird aber, ob Tesla zu Robotaxi/Cybercab, Optimus und möglichen HW3-Upgrades neue Details liefert. In Europa setzt Tesla außerdem sein Expansionsmuster fort – der offizielle Start in Lettland ist ein Signal für dichtere Strukturen bei Verkauf und Service und perspektivisch entspannteres Reisen durchs Baltikum. Und bei der Ladeinfrastruktur gibt’s ein dickes Ausrufezeichen: der erste öffentliche Megacharger für den Semi läuft in Kalifornien an, mit bis zu 1.200 kW pro Stall – laut Tesla sollen 30 Minuten für 60% reichen. Ach ja: Wer lieber klein anfängt, kann jetzt (theoretisch) auch zuschlagen – Teslas neues Balance Bike für Kinder war für 225 Dollar allerdings direkt ausverkauft.
Auf dem deutschen Markt wird’s derweil chinesisch und ziemlich offensiv: Der Geely E5 startet in Deutschland als Elektro-SUV ab 37.990 Euro, mit LFP-Akku-Optionen, bis zu 475 km WLTP und V2L gleich serienmäßig. Und Xpeng dreht die Ambitionen hoch – 8.000 Verkäufe in Deutschland 2026 sollen es werden, gestützt von fünf neuen Modellen und einem Händlernetz mit 110 Standorten.
Bei den Europäern gibt’s heute vor allem Modellpolitik und Technik-Häppchen: Der Polestar 2 (MJ 2026) streicht die Basisversion, Einstieg gibt’s nur noch mit großem 86-kWh-Akku – dafür steigt der Startpreis deutlich auf 57.690 Euro. Cupra muss sich beim Tavascan an seinen eigenen Ansprüchen messen lassen: Was beim Tavascan VZ 4Drive 2026 wirklich besser ist (und was nicht) dreht sich um Software-Alltag, Lade- und Verbrauchsrealität sowie das Spiel aus fallendem Einstiegspreis und teureren Extras. Und BMW macht beim Performance-EV keine halben Sachen: Der elektrische M3 heißt wirklich M3 – mit vier Motoren, „Heart of Joy“-Regelung und einem Akku jenseits der 100 kWh, klar auf Fahrdynamik getrimmt.
Zwischen Luxus und Gesetzblatt war auch was los: Bei Ferrari wird’s historisch und teuer, denn „Chassis 0“ des ersten Serien-EV Luce geht in Monterey unter den Hammer – erwartet werden rund 1,1 Mio. Dollar, der Erlös soll an die Ferrari Foundation gehen. Und für den Alltag in deutschen Städten könnte es bald simpler werden: Die Regierung will die grüne Plakette für E-Kennzeichen abschaffen – weniger Papierkram, aber Umweltzonen und mögliche Bußgelder bleiben natürlich weiterhin Thema.