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Dodge Charger Daytona kommt nach Europa, als E-Muscle-Car

Constantin Hoffmann
Constantin Hoffmann
7. August 2026·4 Min. Lesezeit
Dodge Charger Daytona kommt nach Europa, als E-Muscle-Car

Dodge bringt den Charger in achter Generation zurück nach Europa, erstmals inklusive vollelektrischem Charger Daytona. Bestellbar sind Coupé und Limousine, jeweils als R/T oder Scat Pack, mit 100,5-kWh-Akku und bis zu 500 kW. Los geht es ab 66.000 Euro, die ersten Auslieferungen sollen ab September 2026 starten.

Dodge bringt den Charger zurück nach Europa, erstmals auch vollelektrisch

Der Dodge Charger ist wieder in Europa bestellbar und diesmal mit einer klaren Ansage: Neben einer Benziner-Variante gibt es den Dodge Charger Daytona als vollelektrisches Muscle-Car. Das Timing passt, denn Dodge feiert 60 Jahre Marke und nutzt das Jubiläum, um die achte Charger-Generation mit einer sogenannten Multi-Energy-Strategie auf den europäischen Markt zu bringen.

Bestellt wird über den offiziellen europäischen Importeur samt Händlernetz, dazu gibt es einen Online-Konfigurator. Für Käuferinnen und Käufer im DACH-Raum ist das vor allem deshalb spannend, weil es das US-Format Muscle-Car mit moderner E-Technik und europäischer Bestelllogik verbindet, ohne dass man sich selbst um Grauimport und Einzelabnahmen kümmern muss.

STLA Large als Basis: Ein Auto, zwei Antriebskonzepte

Technische Grundlage ist die STLA-Large-Multi-Energy-Plattform, die von Anfang an sowohl für Batterieantrieb als auch für Verbrenner ausgelegt wurde. Genau daraus entsteht der Spagat: Dodge kann den Charger als Charger Daytona (BEV) und als Charger „Sixpack“ (Benziner) anbieten, jeweils in den Linien R/T und Scat Pack.

Auch bei der Karosserie gibt es Wahlfreiheit: zweitüriges Coupé oder viertürige Limousine, jeweils mit markanter Widebody-Optik. Für Europa gibt es zudem eine vorkonfigurierte Start-Zusammenstellung, die laut Hersteller Performance, Komfort und Technik sinnvoll kombiniert.

Charger Daytona: Bis zu 500 kW, serienmäßig Allrad

Das elektrische Topmodell ist der Charger Daytona Scat Pack: 500 kW (670 PS), 0 auf 96 km/h in 3,3 Sekunden und die Viertelmeile in 11,5 Sekunden. Darunter positioniert Dodge den Daytona R/T mit 400 kW (536 PS), 0 auf 96 km/h in 4,2 Sekunden und 12,4 Sekunden auf der Viertelmeile.

Beide E-Versionen setzen auf zwei elektrische Antriebsmodule, je eines pro Achse. Das bedeutet Allrad serienmäßig und die für starke E-Autos typische, direkte Drehmomententfaltung, gerade beim Rausbeschleunigen aus niedrigen Geschwindigkeiten.

Der Charger Daytona soll Dodge zufolge das erste vollelektrische Muscle-Car sein und zugleich das leistungsstärkste Modell der Baureihe.

PowerShot und Track Package: Performance-Knöpfe für die Zielgruppe

Für den Scat Pack ist optional ein Track Package angekündigt, unter anderem mit 16-Zoll-Brembo-Bremsscheiben, gestaffelten 20-Zoll-Rädern und adaptivem Fahrwerk. Zusätzlich gibt es die PowerShot-Taste am Lenkrad, die kurzzeitig zusätzliche 40 PS freischalten soll.

Solche Features sind in Europa eher selten so offensiv inszeniert. Wer das Muscle-Car-Feeling will, bekommt hier also bewusst ein Auto, das Performance nicht versteckt, sondern zelebriert.

Akku, Laden und Garantie: 400 Volt, 100,5 kWh und bis zu 350 kW DC

Der Charger Daytona nutzt eine 400-Volt-Architektur und einen Akku mit 100,5 kWh. Beim Schnellladen nennt Dodge bis zu 350 kW DC, unter optimalen Bedingungen sollen 20 auf 80% in rund 27 Minuten möglich sein. Außerdem werden bis zu 110 km Reichweite in 10 Minuten an der DC-Säule in Aussicht gestellt.

Für den Alltag ist auch die Garantie relevant: Auf die Hochvoltbatterie gibt es 8 Jahre oder 160.000 km. Wichtig für die Einordnung: Die genannten Lade- und Nachlade-Werte hängen wie immer stark von Zelltemperatur, Ladezustand, Säule und Batteriekonditionierung ab.

Technische Daten im Überblick

Merkmal Dodge Charger Daytona R/T Dodge Charger Daytona Scat Pack
Leistung 400 kW (536 PS) 500 kW (670 PS)
0 auf 96 km/h 4,2 s 3,3 s
Viertelmeile 12,4 s 11,5 s
Antrieb Dual-Electric-Drive-Module, Allrad Dual-Electric-Drive-Module, Allrad
Architektur 400 Volt 400 Volt
Akkukapazität 100,5 kWh 100,5 kWh
DC-Laden bis zu 350 kW bis zu 350 kW
DC 20 auf 80% ca. 27 min (optimal) ca. 27 min (optimal)
Batterie-Garantie 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km

Design und Innenraum: Muscle-Car-Optik bleibt, E-Details kommen dazu

Optisch will Dodge den Charger Daytona klar als Dodge erkennbar lassen. Genannt werden ein R-Wing-Luftkanal an der Front und ein beleuchtetes Fratzog-Logo. Dazu kommt ein Sound-Konzept namens Fratzonic Chambered Exhaust, das den Auftritt akustisch Richtung klassisches Muscle-Car schieben soll, auch wenn natürlich kein Verbrenner mehr arbeitet.

Innen setzt Dodge auf ein fahrerorientiertes Cockpit mit Performance-Ledersitzen, beheizbarem Lenkrad, Schaltwippen für die Rekuperation und einem Ambientelicht-System mit 64 Farben. Gerade die Reku-Paddles sind im Alltag praktisch, weil man je nach Strecke schnell zwischen effizientem Gleiten und stärkerer Verzögerung wechseln kann.

Preise und Start: Ab 66.000 Euro, Auslieferungen ab September 2026

Für Europa wird ein Einstiegspreis von 66.000 Euro genannt. Die ersten Auslieferungen sollen ab September 2026 starten. Welche Konfigurationen zu welchem Preis genau bei uns landen, wird am Ende der Online-Konfigurator zeigen, denn Ausstattung und Felgenpakete können beim Charger traditionell spürbar auf den Endpreis durchschlagen.

Einordnung für Europa: Warum das E-Muscle-Car gerade jetzt Sinn ergibt

In Europa ist das Segment ein Nischenmarkt, aber genau darin liegt der Reiz: Der Charger Daytona bringt ein emotionales Format, das wir hier sonst eher als Import-Thema kennen, in eine elektrisch kompatible Zukunft. Gleichzeitig zeigt Dodge, dass 400-Volt nicht automatisch „langsam“ heißen muss, wenn die Batterie und die Ladefreigabe entsprechend ausgelegt sind.

Wer vor allem auf Effizienz, Software-Ökosystem und Supercharger-Komfort schaut, landet in Europa weiterhin häufig bei Tesla. Trotzdem ist es gut für den Markt, wenn mehr Hersteller E-Autos bauen, die nicht nur vernünftig sind, sondern auch eine klare Identität haben.

Passender Kontext bei Elektroquatsch

Wenn dich Reichweite und Ladeleistung im Vergleich interessieren, hilft unser Überblick 800V vs. 400V, welche E-Auto-Architektur du 2026 brauchst. Und für die ganz großen WLTP-Zahlen lohnt sich auch ein Blick ins Reichweiten-Ranking 2026 mit E-Autos über 900 km WLTP.

Aus der Tesla-Perspektive: Wer eher nach einem alltagstauglichen Elektro-SUV mit attraktivem Finanzierungsangebot sucht, findet Details zur aktuellen Aktion im Beitrag Tesla Model Y mit 0% Finanzierung und 3.000 Euro Rabatt.

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