Im Robotaxi- und Autonomie-Kosmos war heute einiges los: Tesla lässt laut autonomen Cybercab-Fahrten für Mitarbeiter in Giga Texas erstmals intern Menschen in einem Zweisitzer ohne Lenkrad und Pedale mitrollen – inklusive neuer Hardware wie Dual-GPS und stärkerem FSD-Rechner. Parallel deutet ein kurzzeitig verschwundenes Video an, dass in der Cybercab-Robotaxi-App sogar die Luftdüsen per Handy verstellbar sein sollen – kleines Detail, aber ein großer Wink Richtung „Fond-Alltag“ ohne Fahrer. Ganz bodenständig und öffentlich wird’s derweil in NRW: Beim Praxistest mit teleoperierten E‑Shuttles am Flughafen Düsseldorf fahren die Fahrzeuge bis 28. August gratis zwischen Flughafenbahnhof und Terminal, gesteuert aus einem Leitstand – mit Begleitperson an Bord.
Bei den E-Autos dominiert heute die Reichweite: Im neuen Reichweiten-Ranking 2026 knacken erstmals gleich drei Modelle die 900-km-WLTP-Marke (Lucid Air vorn, EQS jetzt mit 800 Volt, plus neuer BMW i3) – mit dem obligatorischen Hinweis, dass die Autobahn-Realität meist deutlich kürzer ausfällt. Mercedes liefert außerdem Produktions-News: Die C‑Klasse EQ läuft nun in Ungarn vom Band, Auslieferungen sollen im September starten, bei starkem Andrang könnte die Warteschlange aber bis 2027 reichen. Polestar räumt unterdessen im Namen-Regal um: Der Polestar 4 heißt jetzt Polestar 4 Coupé, technisch bleibt’s bei bis zu 400 kW, 100-kWh-Akku, bis 620 km WLTP und 200 kW DC – neu ist unter anderem 22 kW AC gegen Aufpreis.
Zwischen Marke, Image und Geld wird’s ebenfalls spannend: Ferrari gibt offen zu, dass die Reaktionen auf den Elektro-Ferrari „Luce“ härter ausfallen als erwartet – vor allem das Design polarisiert, bringt aber auch maximale Aufmerksamkeit. Bei Porsche knirscht es intern, denn weitere Jobkürzungen stehen zur Debatte, während eine Standort- und Beschäftigungsgarantie bis 2035 für Streit sorgt. Und im VW-Konzern versucht Škoda die Wogen zu glätten: Laut Škoda soll der VW-Kahlschlag kurzfristig keine direkten Auswirkungen haben, die Werke laufen weiter auf Anschlag.
Zum Thema Laden und Software gibt’s zwei praktische Updates: Tesla meldet in Japan jetzt 150 Supercharger-Standorte – gut für Redundanz, weniger Umwege und entspannteres Reisen. Und wer eher Navigation als Ladekurve optimiert, bekommt bei Waze mit Gemini-KI neue Sprachsuche, „Less Chatty“-Ansagen, smarteres Melden von Kartenfehlern und obendrauf einen Motorrad-Modus (zunächst in ausgewählten Ländern). Abseits der reinen E-Welt schiebt Jaecoo noch eine Ansage für Ladeverweigerer nach: Der Jaecoo 5 HEV startet in Deutschland als Hybrid-SUV ab 27.900 Euro, verspricht bis zu 980 km Reichweite und kommt mit 7 Jahren Garantie.