In der Industrie wird’s heute spürbar ungemütlicher: Während Xpeng in Europa richtig aufdreht und in den nächsten fünf Jahren 5 bis 8% EV-Marktanteil anpeilt, muss Audi in Neckarsulm gleichzeitig die Schrauben anziehen, inklusive gestrichener Nachtschicht. Passend dazu kommt aus dem Werk noch mehr Druck von der Basis: Rund 6.000 Menschen protestierten gegen drohenden Kapazitätsabbau und die Angst vor Stellenverlusten.
Bei den Autos selbst gab’s heute gleich mehrere spannende Ansagen: BMW zeigt mit dem iX3 (2027) im 15‑Minuten‑Ladecheck, wie „Neue Klasse“ auf Langstrecke gedacht ist, kurz laden, dann 238 km Autobahn bis zurück auf 10%. Und wer eher an Fahrdynamik als an Stammtisch-PS interessiert ist, sollte den Elektro‑BMW M3 mit vier Motoren und „Heart of Joy“ im Blick behalten. Mercedes kontert im Kompaktsegment mit dem elektrischen GLA ab 48.600 Euro, bis zu 657 km WLTP und 800‑Volt-Laden, während Leapmotor mit dem B03 als neues Modell zwischen ID. Polo und ID.3 die nächste Preisklasse anpeilt. Und selbst Mazda lässt die Tür offen: Ein elektrischer MX‑5 ist nicht ausgeschlossen, wenn er leicht genug bleibt.
Tech- und Infrastruktur-News gab’s ebenfalls satt: Allego will richtig investieren und bis zu 1.400 HPC-Ladepunkte in Großbritannien bis 2030 hinstellen. Lucid zeigt derweil, dass „Elektrisch“ auch abseits von Reichweitenrekorden Spaß macht: Der Gravity holte einen Guinness-Rekord, indem er per V2L-Steckdosen über acht Stunden eine Online-DJ-Session versorgte.
Bei Tesla ist heute wieder alles gleichzeitig passiert: Autonom fährt man laut Unternehmen weiter im Rekordtempo, das Robotaxi-Programm soll 380.000 Meilen ohne Fahrer gesammelt haben, und als nächste Städte werden Las Vegas und Phoenix genannt. Parallel wurden Konzerngerüchte abgeräumt: Einen Verkauf des China-Geschäfts nennt Elon Musk „Fake News“. Und ganz bodenständig fürs Daily Driving: Für Model 3 und Model Y soll ein neues 50‑W‑Ladepad mit aktiver Kühlung kommen, damit das Smartphone im Sommer nicht zur Bratpfanne wird.
Zum Schluss noch ein Reality-Check aus der Kaufpsychologie: Dass die Generation Z angeblich zurück zum Verbrenner will, klingt dramatisch, aber die Einordnung zeigt, warum dahinter vor allem Preis- und Gebrauchtwagenlogik steckt und nicht automatisch ein Anti-EV-Trend.