Heute dreht sich viel um Zahlen, neue Modelle und ein bisschen Politik: Tesla baut seinen Markteintritt in Indien aus, mit der ersten offiziell freigegebenen Karosserie- und Unfallreparatur-Werkstatt in Pune, während zugleich die Model‑Y- und Model‑Y‑L-Tests in der Region hochgefahren werden. In den USA kommt dazu Gegenwind aus der Plattform-Ecke: Uber lobbyiert in New Jersey für Regeln, die Robotaxis faktisch an menschliche Fahrer ketten würden – ein Seitenhieb auf Tesla und Waymo, die lieber unabhängig über eigene Apps fahren lassen wollen.
Bei Teslas Software gibt’s parallel zwei sehr unterschiedliche Schlagzeilen: Ein Vergleichstest zeigt, dass FSD v14 Lite auf HW3 bei der Reaktionszeit deutlich zulegt, auch wenn HW4 weiterhin vorne bleibt. Gleichzeitig häufen sich Berichte, dass HW3 unter FSD v14 Lite auffällig warm wird und teils abschaltet – von harmloser Schutzroutine bis möglichem Hardwarethema ist da offenbar alles im Topf.
Der große Markt-Block des Tages: Weltweit ist der BEV-Absatz 2026 auf Rekordkurs, Europa zieht spürbar an, China kratzt bei BEV an der 50‑Prozent‑Marke, während die USA nach dem Wegfall von Anreizen schwächeln, und in Deutschland kommt zusätzlich Bewegung in den Gebrauchtmarkt. Aus Herstellerperspektive passt das Bild: BYD wächst im Juli vor allem über den Export, während China etwas nachlässt; BMW schaltet auf Effizienzprogramm, sieht aber starke „Neue Klasse“-Nachfrage; und Volvo meldet für Deutschland 60% E‑Auto-Anteil bei Bestellungen – mit dem EX60 als künftiges Zugpferd. Auch bei den Volumenmarken wird’s enger: Renaults R5 und R4 sorgen für echten Elektro-Schub, während der neue Twingo E‑Tech wegen der kurzen Verfügbarkeit noch nicht voll durchzählt; und Kia knackt in Deutschland die Marke von 100.000 verkauften Elektroautos, was zum Plan passt, denn Hyundai und Kia bauen ihre Europa-Offensive weiter aus und peilen 2026 gemeinsam erstmals über 200.000 E‑Auto-Verkäufe in Europa an.
Bei den Neuheiten und Ausblicken wird’s konkret, und teils überraschend: Mercedes peilt den Bestellstart für den GLA‑Nachfolger als Stromer an, denn der kommende GLA EQ soll ab Sommer 2026 bestellbar sein, mit 800‑Volt-Technik, sehr hoher Ladeleistung und bis zu rund 700 km WLTP. Bei Audi wirkt der Plan dagegen schlanker: Bis 2029 gelten nur vier neue BEV-Modelle als gesetzt – Start 2026 mit A2 e‑tron, später u. a. Q7 e‑tron und A4 e‑tron.
Aus dem „Schaufenster“-Land Norwegen kommt erneut ein Signal, wie nah „voll elektrisch“ sein kann: Im Juli lag der BEV-Anteil bei 97,6%, mit Toyota überraschend an der Markenspitze und starkem Xpeng-Zuwachs, während Tesla übers Jahr gerechnet weiter klar führt. Und weil E‑Mobilität nicht nur aus Neuwagen besteht: Ford muss in den USA ran, denn 86.543 Mustang Mach‑E werden wegen einer sich lösenden Zierleiste zurückgerufen.
Zum Schluss noch etwas für Kopf und Bauch: Wer beim Umstieg noch zögert, findet im Ratgeber „Reichweitenangst beim E‑Auto: Ursachen, Fakten und Strategien“ eine Einordnung, wie real das Problem ist, und welche Alltags-Tricks wirklich helfen.