Mercedes plant neuen GLA elektrisch, Bestellstart soll im Sommer 2026 starten
Mercedes will seine Elektrifizierungs-Strategie in der Kompaktklasse weiter hochdrehen. Schon im Sommer 2026 soll der Bestellstart für den elektrischen Nachfolger von EQA und GLA anlaufen, intern und im Umfeld wird er als GLA EQ beziehungsweise GLA mit EQ Technologie gehandelt.
Offiziell vorgestellt ist das Modell bisher noch nicht. Trotzdem zeichnen sich bereits klare Eckpunkte ab, die für E-Autofahrer im Alltag relevant sind, Reichweite, Ladeleistung und Langstrecken-Effizienz.
Karosserie und Innenraum, sportlicher, größer und klar digital
In der neuen Generation wirkt das kompakte SUV flacher und länger, es wird mit einem Wachstum auf rund 4,5 Meter gerechnet. Das klingt nach mehr Platzgefühl, ohne gleich in die Mittelklasse zu rutschen.
Im Innenraum deuten Erlkönig-Eindrücke auf ein klar digitales Setup: 3-Speichen-Lenkrad, ein 10,3-Zoll-Instrumentendisplay sowie ein 14,0-Zoll-Zentraldisplay.
800 Volt, über 300 kW Laden und 2-Gang-Getriebe für die Autobahn
Der wichtigste Schritt passiert unter dem Blech: Mercedes soll die neueste 800-Volt-Architektur in den GLA elektrisch bringen, inklusive aktueller Motoren und Leistungselektronik.
Spannend für Vielfahrer ist das erwartete 2-Gang-Getriebe. Der Ansatz dahinter ist simpel: weniger Verbrauch bei hohem Tempo, also genau dort, wo viele E-SUVs auf der Autobahn merklich Reichweite verlieren.
Beim DC-Laden ist von über 300 kW die Rede. Das würde in der Praxis bedeuten, kurze Stopps können wieder echte Zeitersparnis bringen, vorausgesetzt die Ladeinfrastruktur spielt mit.
Was bedeutet das für dich im Alltag?
800 Volt plus sehr hohe Ladeleistung zielt auf schnelleres Nachladen unterwegs. Wenn das System stabil über längere Zeit hohe kW hält, werden 10 bis 15 Minuten Stopps realistischer, statt der üblichen halben Stunde.
Und das 2-Gang-Setup kann den Unterschied machen, wenn du oft 130 km/h und mehr fährst. Nicht als Marketing-Zahl, sondern als echte Reserve, damit der Akku nicht auf langen Autobahn-Etappen zu früh schlappmacht.
Varianten, Akkus, Reichweiten und Leistung im Überblick
Für den Heckantrieb sind mehrere Stufen geplant. Beim Top-Hecktriebler wird mit einem 85-kWh-Akku und knapp 700 km WLTP gerechnet. Dazu kommen kleinere Akkus für den Einstieg, inklusive LFP-Akku bei der Basis.
Zusätzlich sollen Allrad-Varianten sowie eine leistungsstarke AMG-Version folgen, mit größerem Akku und deutlich mehr Leistung.
| Variante (erwartet) | Antrieb | Leistung | Akku (netto/Brutto nicht genannt) | Reichweite (WLTP, ca.) | Laden DC | Technik |
|---|---|---|---|---|---|---|
| GLA 200 EQ | Heckantrieb | 224 PS | 58 kWh (LFP) | 465 km | > 300 kW (Baureihe, erwartet) | 800 Volt, 2-Gang-Getriebe |
| GLA 250 EQ | Heckantrieb | 272 PS | 71 kWh | 570 km | > 300 kW (Baureihe, erwartet) | 800 Volt, 2-Gang-Getriebe |
| GLA 250+ EQ | Heckantrieb | nicht genannt | 85 kWh | 680 km | > 300 kW (Baureihe, erwartet) | 800 Volt, 2-Gang-Getriebe |
| Allrad-Varianten | Allrad | > 354 PS | nicht genannt | nicht genannt | > 300 kW (Baureihe, erwartet) | 800 Volt, 2-Gang-Getriebe |
| AMG-Version (möglich) | nicht genannt | bis knapp 700 PS | 94 kWh | 580 km | > 300 kW (Baureihe, erwartet) | 800 Volt, 2-Gang-Getriebe |
Einordnung, wo Mercedes damit hinwill
Der GLA elektrisch würde sich als Langstrecken-taugliches Kompakt-SUV positionieren, mit Fokus auf schnelles Laden und Effizienz bei Tempo. Genau das sind zwei Punkte, die viele Fahrer beim aktuellen Kompakt-SUV-Angebot noch vermissen.
Wie gut das Paket wirklich ist, hängt am Ende an den Details: Ladeplateau, Verbrauch bei 120 bis 140 km/h, Akku-Temperierung im Winter sowie Preis. Sobald Mercedes das Modell offiziell zeigt, werden diese Punkte entscheidend.
Elektroquatsch-Meinung
Wenn Mercedes 800 Volt, 2-Gang und > 300 kW in die Kompaktklasse bringt, ist das mehr als ein Datenblatt-Sieg. Für dich heißt das, weniger Ladezeit-Stress auf der Autobahn und eine realistischere Langstrecke, auch wenn du nicht im Windschatten rollst.
Passende Hintergründe auf Elektroquatsch
Wer das Thema Architektur und Ladeperformance einordnen will, findet hier die Basics: 800V vs. 400V im E-Auto, welche Architektur du 2026 brauchst.
Und wenn du wissen willst, wie Mercedes aktuell im Markt dasteht: Mercedes steigert E-Auto-Verkäufe im Q2 2026 um 50%.
Als direkter Vergleich im Premium-SUV-Umfeld lohnt auch der Blick auf AMG-Technik: Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+ mit 800 Volt und 330 kW Laden.
Fürs Laden unterwegs und Kostenvergleich: Ladeanbieter-Vergleich 2026, Tarife, Abos und Spartipps.



