Sportwagen-Fans bekommen heute gleich doppelt Futter: Bei Alpines elektrischer A110 geht’s nicht nur um einen 70‑kWh-Akku, sondern um eine komplett neue Performance-Plattform, inklusive Zielvorgaben wie 40:60-Gewichtsverteilung und „Nordschleife ohne Leistungsabfall“ als Härtetest. Und auch Zuffenhausen hält Kurs: Porsche lässt den elektrischen 718 (Boxster/Cayman) offiziell weiterlaufen, die Serie wird aber eher ab 2027 erwartet, mit dem Preis als Knackpunkt fürs Einstiegs-Segment.
Bei den bezahlbareren Neuvorschauen wird’s ebenfalls konkret: VW startet die Produktionsvorbereitung für den ID Every1, der 2027 die 20.000‑Euro-Marke anpeilen soll und nebenbei eine neue Software-/E/E-Architektur als Tech-Basis bekommt. Noch kleiner wird’s bei Smarts getarntem #2, der im Oktober 2026 in Paris Premiere feiern soll, mit rund 300 km Reichweite und 20‑Minuten-Schnellladen als Ansage. Und Dacia plant für 2027 Nachschub: Der neue Spring auf Twingo-Basis soll als Mini‑Crossover mehr Platz und einen besonders niedrigen Preis bringen, ohne den bisherigen Spring direkt zu ersetzen. Im Premium-Regal prüft zudem Genesis ein kleineres Elektroauto für Europa, um unterhalb des GV60 neue Käufer abzugreifen.
Aus Ingolstadt kommen zwei sehr unterschiedliche Signale: Während Audi die Prognose senkt und in Neckarsulm die Nachtschicht streicht, soll parallel die Modelloffensive helfen, und die bekommt mit dem A2 e-tron ein ziemlich klares Profil: extrem niedriger Verbrauch (vorläufig bis 12,8 kWh/100 km), LFP-Option, Aero-Tricks, V2L/V2H und ein Einstiegspreis von 38.200 Euro.
Tesla liefert heute gleich drei Themen auf einmal: In den USA hat der Konzern die AI-Trainingsleistung in Texas auf rund 260 MW hochgezogen, um FSD/Robotaxi und auch Optimus schneller voranzubringen. In Deutschland wächst die Fabrikmannschaft weiter, denn Grünheide hat bereits 1.000 neue Mitarbeiter eingestellt, um das Model‑Y-Volumen Richtung 7.500 Autos pro Woche zu schieben, Batteriezell-Pläne inklusive Job-Effekt. Und regulatorisch könnte es ungemütlicher werden: Die USA starten einen Regelprozess für „stromlose“ Türöffnungen und Notentriegelungen, was Teslas elektrisch arbeitende Flush-Griffe besonders unter Druck setzen könnte, auch wenn Pflichten frühestens ab 2030 realistisch sind.
Wirtschaftlich bleibt der Ton gemischt: Renault wächst weiter und setzt trotz China-Druck lieber auf stabile Preise statt Rabattschlachten – für E-Auto-Kunden vor allem eine Ansage in Richtung Restwerte und planbare Leasingraten. Passend dazu schaut die Branche auf die Werthaltigkeit: In der Restwert-Prognose 2026 führt das Tesla Model Y, dicht gefolgt von zwei Skoda-SUVs, dem Model 3 und dem Mini Aceman.
Und noch ein Blick in den Alltag jenseits des Pkw: In Köln ersetzen künftig drei Stromer den Diesel im Entsorgungsbetrieb, denn Mercedes hat drei eActros 400 an die AVG übergeben, die Rostasche-Transporte übernehmen und am eigenen Ladepark mit bis zu 400 kW nachladen.